Unser DTS-Einsatz in Albanien und Bulgarien
Jeder steht vor Herausforderungen, wenn es darum geht, im Glauben zu wandeln. Das ist eine unausweichliche Wahrheit. Eine weitere ist jedoch, dass wir einem grossen Gott dienen, der uns durch diese Herausforderungen führen möchte. Auch unser Team bildet da keine Ausnahme. Wir alle standen während unseres Einsatzes in Albanien und Bulgarien vor vielen Herausforderungen. Für manche war es Menschenfurcht, für andere aus unserem introvertierten Team ging es darum, durch Gottes Kraft ihre Stimme zu finden.
Unsere erste Erfahrung machten wir in Albanien während der Strassenevangelisation am Strand von Durrës. Obwohl im Unterrichtsteil geübt, war es nun anders: ein neues Land, eine neue Sprache, Menschen, die wir kaum kannten. Die Menschenfurcht war in uns allen spürbar. Der erste Evangelisationsabend war schwer: wir liessen die Angst gewinnen und trauten uns nicht, auf andere zuzugehen. Doch das letzte Wort hat nicht die Angst, sondern Gott. Durch Gespräche mit unseren Mitarbeitern und Gebet fand jeder von uns seinen eigenen Stil der Evangelisation. Statt uns in eine Form zu pressen, entdeckten wir, wie wir zu denen werden können, die Gott für sein Reich haben will. So konnten wir erfüllt vom Heiligen Geist auf Menschen zugehen.
Eines Abends fasste beispielsweise eine Kollegin den Mut, auf eine allein sitzende Teenagerin zuzugehen, und daraus entwickelte sich eines der schönsten Gespräche. Sie erzählte von ihrem Glauben und betete für das Mädchen. Von da an waren wir mit ganzem Herzen dabei! Bei jeder Evangelisation riefen wir Gott an und er begegnete uns genau dort, wo wir waren. Wir trafen wunderbare Menschen, bezeugten Gottes Güte und beteten für andere – eine grosse Freude für uns alle.
Wie fanden wir also unsere Stimme durch Gottes Kraft? Es brauchte Zeit und die Bereitschaft, uns von Gott verändern zu lassen. Das zeigte sich besonders in Bulgarien: Gott liess uns erkennen, dass unsere Stimmen Kraft haben. Unsere Zeugnisse erzählen von seinem Charakter und zeigen, wie gut er wirklich ist. Unsere Herzen brannten und wir nutzten jede Gelegenheit, um in Kirchen zu predigen und in Jugendgruppen, auf der Strasse oder in Roma-Siedlungen Zeugnis zu geben.
Dieser Einsatz hat uns wirklich verändert: Er hat unsere Identität in Christus vertieft, uns von Menschenfurcht befreit und uns in zwei Nationen Gottes gute Werke sehen lassen. Auch wenn der Einsatz beendet ist, geht die Mission weiter. Jesus hat uns berufen, bis an die Enden der Erde zu gehen und allen die gute Nachricht zu bringen – am Arbeitsplatz, auf Missionsreisen oder im Alltag. Wir werden zuerst nach Gottes Reich trachten und alle Ehre dem Vater zurückgeben.
Artikel von Ian and Tsergee (DTS Studenten)
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