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Sofazeit? Ehezeit!

Klingt dieser Dialog irgendwie vertraut? 

«Schatz, ich würde gerne mit dir den Abend verbringen – komm wir trinken ein Glas Wein auf dem Balkon.» 

«Ja, ich komme gleich, muss nur noch den Geschirrspüler ausräumen.» 

«Okay, dann schreibe ich solange noch eine E-Mail, die längst überfällig ist.» 

«Ich wäre jetzt bereit, wo bist du?» 

«Ja, gib mir noch 10 Minuten, mir ist gerade noch etwas Dringendes eingefallen.» 

Oft scheitert es nicht an der guten Absicht, aber der Alltag hat so viele Anforderungen an uns, dass es uns oft schwerfällt, unsere Beziehungen zu priorisieren. Mit «Sofazeit? Ehezeit!» wirken wir diesem «lass uns das später machen» entgegen. Vielleicht wirkt es etwas veraltet, im 2026 ein Online-Angebot zu haben, das nicht gestreamt werden kann, wann immer es gerade passt. Aber seien wir ehrlich: oft sind wir überfordert von den unzähligen Optionen, die jederzeit verfügbar sind, respektive wären. 

Viele Paare haben uns zurückgemeldet, dass ihnen die festgesetzten Termine helfen, die Ehezeit tatsächlich einzuplanen und durchzuführen. Eben gerade weil klar ist, dass man diese Inhalte nicht nachschauen kann, organisiert man sich und priorisiert somit die Ehe. Dieser Schritt stärkt die Beziehung bereits. Darum bleiben wir auch in der neunten Staffel beim bewährten Konzept und führen die Abende nur live durch.  

Zugegeben, diese ganze Planung klingt nicht direkt nach Hollywood-Romantik. Es wäre doch schön, wenn sich diese Zeiten einfach so ergeben würden. Da stimme ich zu, aber bei der Partnerschaft gilt wie beim Krafttraining: Regelmässigkeit schlägt Intensität. Eine Beziehung lebt nicht primär von den ganz grossen Gesten zu einem besonderen Anlass oder von einem romantischen Wellnesswochenende. Sie lebt von den kleinen, oft unspektakulären Ausdrücken der Verbundenheit – verankert mitten im normalen Wahnsinn des Alltags. 

Aber warum investiert sich Jugend mit einer Mission eigentlich so stark in Ehebeziehungen? Ganz einfach, weil wir davon überzeugt sind, dass es unser Auftrag als Ebenbilder Gottes ist, sein Wesen in unser Umfeld zu reflektieren. Dies können wir individuell am Arbeitsplatz und in der Freizeit tun, aber eben auch gerade in der Art und Weise wie wir unsere Beziehungen leben, können wir einen Unterschied machen und Gottes Reich aufrichten. Nicht umsonst nennt Paulus die Ehe ein Abbild von Gottes Liebe zu uns Menschen. 

Artikel von Simon Wälchli  

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Sozeit? Ehezeit! - Schweizerdeutsch

Sofazeit? Ehezeit! - Hochdeutsch

Ehe-Tag in Wiler

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